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15.01.2010

Fünf Fragen an Satya Singh – Gongmeditation.de

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Profil

Name:                            Satya Singh
Web:                              www.gongmeditation.de
EMail:                             satyasingh [ääät] gongmeditation [punkt] de

gong

Wie bist Du zum Yoga gekommen und seit wann praktizierst Du?

Ich praktiziere Yoga seit etwa 2001. Die Geschichte, wie ich dazu kam, zeigt sehr gut, wie sehr Frauen, die sich weiterentwickeln, die Männer inspirieren können. Unser Yogalehrer Yogi Bhajan sagte dazu: Eine Frau entwickelt sich von selbst weiter, ein Mann wächst durch seine Frau. Bei mir kam das so: Als meine Frau mit der ersten Tochter schwanger war, wollte sie zur Vorbereitung der Geburt mal etwas anderes als die Schwangeren-Gymnastik machen. So probierte sie Yoga aus und landete bei einem Kundalini Yoga Kurs für Schwangere. Später machte sie auch dort die Rückbildung. Sie fand das ganz toll, erzählte mir ständig davon und animierte mich, das auch mal zu machen. Ausserdem besuchte sie weiter einen regulären Yoga-Kurs. Ich selbst war auf einer langen Australien-Reise, als mir während einer Busfahrt plötzlich der Entschluß kam: Wenn du wieder zuhause bist, probierst du dieses Yoga mal aus. Nach ein paar Versuchen, die richtige Yoga-Stunde und einen passenden Lehrer zu finden, begann ich schließlich 2001 in München mit einmal wöchtlich Yoga.

Welchen Yoga-Stil übst bzw. unterrichtest Du und warum gerade diesen?

Ich übe und unterrichte Kundalini Yoga. Das hat mehrere Gründe. Zum einen weil ich mit dieser Yogatradition begonnen habe und erfahre, daß man damit in unserer kurzweiligen Zeit sehr einfach und schnell spürbare Ergebnisse erzielen kann. Zum anderen habe ich bemerkt, daß die Ganzheitlichkeit mich in meiner persönlichen Weiterentwicklung sehr gut voranbringt. Zu Kundalini Yoga gehört neben den Asanas, Pranayama und der Meditation eben auch das Mantra-Singen und Musizieren (Naad), die altindische Kampfkunst Gatka (Shakti Yoga als Ausgleich zu Bhakti, der Hingabe), Schwangeren-Yoga, die Heilkunst Sat Nam Rasayan, Ernährungslehre und vieles mehr. Ich spiele inzwischen Gongmeditationen, die ein fester Bestandteil am ende einer Asana-Reihe sind, um den Teilnehmern das völlige Abschalten des Geistes (yogas chitta vritti nirodha) zu ermöglichen und Blockaden zu lösen. Wir haben eine wunderbare Gemeinschaft (Sangat). Wo immer man zu Kundalini Yogis kommt, man ist sofort zuhause. Kein langes Kennenlernen oder Gewöhnen. Man gehört einfach dazu, ob Nord- oder Süddeutschland, Europa oder die Welt. Es ist eine Gemeinschaft.

Was war Dein schönstes Yoga-Erlebnis, zum Beispiel während eines Retreats, Ausbildung, im Unterricht …?

Ich nenne es mal “eindringlichstes” Yoga-Erlebnis. Das war während und vor allem nach meinem ersten Ganztages-Pranayama-Workshop mit Nanak Dev Singh am Ende meiner Gongausbildung. 15 Stunden Pranayama. 40 Zyklen einer 12-minüten Pranayama-Übung mit Pausen dazwischen. Und die nächsten Wochen war ich so energiegeladen, dass ich weniger Hunger hatte, vor dem Weckerläuten früh morgens bereits wach wurde, tagsüber wesentlich mehr Tatendrang verspürte und es mir subtil einfach besser ging. Das zeigte mir, was alles in uns steckt und wie einfach wir es wecken können.

Dauerhaft ist das Yoga-Familien und Gatkacamp in Frankreich mit ca. 40 Leuten ein fixer Punkt in meinem Jahreszyklus. In der Abgeschiedenheit auf einem kleinen Schloßgut mitten in Frankreich leben wir dort, üben Gatka, intuitives Bogenschießen, Power-Walk, verschiedene Yoga-Traditionen und sind in der Gemeinschaft mit anderen Familien zusammen. Sehr schön dort.

Wenn Du neben einen „Promi“ Yoga üben dürftest, neben welcher Person würdest Du Deine Matte ausrollen und warum gerade diese Person?

Eine der wichtigsten Disziplinen im Yoga ist “Be in the Moment”, sei im Hier und Jetzt fokussiert. Somit müsste es jemand sein, in dessen “Aura” ich allein schon inspiriert würde, ohne mit dem während der Yoga-Stunde zu quatschen. Da fällt mir spontan der Dalai Lama ein. Bei ihm kann ich mir vorstellen, dass er etwas durch seine bloße Ausstrahlung auslösen kann. Die anderen Promis wären ein schöner Klecks für mein Maya.

Wenn Du auf eine Insel auswandern müsstest, welche zwei Yogabücher würdest Du mitnehmen?

Autobiografie eines Yogi von Yogananda und das neue Ausbildungsbuch für die Kundalini Yoga-Lehrerausbildung, das ich vor Kurzem erst Jahre nach meiner Ausbildung erhalten habe und jetzt zu wenig darin lese.

******

Bilder: Das eine Bild mit Turban ist vom Yogafestival 2009 in Frankreich und das andere ist in der Gongmanufkatur vor dem grössten bespielbaren Gong der Welt entstanden.

Vielen Dank für das  Interview Satya Singh.
Ich denke, wir sehen uns bald mal im richtigen Leben!


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Autor: Silvio   ·   1 Kommentar   ·   Trackback

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