12.05.2010
Fünf Fragen an Michael Wiese von YogaYa! in Leverkusen und Bergisch Gladbach
Wie bist Du zum Yoga gekommen und seit wann praktizierst Du?
Meine ersten Yogastunden fanden noch in irgendwelchen schlecht riechenden Hinterzimmern statt und waren so richtige Reinfälle. Dass ich doch mit Leib und Seele zum Yoga gekommen bin, verdanke ich einerseits den wunderbaren Leuten von Lord Vishnuʻs Couch in Köln mit ihrem humorvollen und inspirierenden, modernen Yoga und andererseits meiner Frau. Sie hat mich einfach neugierig gemacht und ich war zum Glück so klug, dieser Neugierde nachzugeben. Intensiv angefangen mit meiner Yogapraxis habe ich 2006.
Welchen Yoga-Stil übst bzw. unterrichtest Du und warum gerade diesen?
Ich übe und unterrichte Vinyasa Yoga, also einen dynamischen und fließenden Yoga-Stil. Vinyasa Yoga ist abwechslungsreich und kreativ, kann sehr kraftvoll und herausfordernd sein, aber auch mal ganz weich und mild. Es ist wichtig für mich, beide Linien zu sehen, denn sonst kann man sich leicht im Ehrgeiz-Yoga festbeißen. Vinyasa-Yoga halte ich für ideal für die westliche Welt. Ich ergänze diesen Stil sehr gerne durch die Prinzipien und Ideen von Anusara Yoga. Hier wird noch mehr Wert auf deine optimale Ausrichtung gelegt, ohne diese gewisse Härte, die manchmal dem Iyengar-Yoga innewohnt.
Was war Dein schönstes Yoga-Erlebnis, zum Beispiel während eines Retreats, Ausbildung, im Unterricht…?
Zu den besonderen und prägenden Erlebnissen gehören für mich die Gespräche mit Bryan Kest während eines langen Nachmittags auf einem Korfu-Retreat, hoch oben auf der Festung von Korfu. Besonders genieße ich es, die wachsende Gemeinschaft von Yogis und Yoginis in unseren Studios bei YogaYa in Leverkusen und Bergisch Gladbach um mich zu haben. Ich mag es sehr, nicht nur selbst Yoga zu üben, sondern Orte zu schaffen, zu denen anderen gerne kommen; das finde ich ungemein freudvoll.
Wenn Du neben einen “Promi” Yoga üben dürftest, neben welcher Person würdest Du Deine Matte ausrollen und warum gerade diese Person?
Mmmh. Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Spontan habe ich gedacht: Barack Obama, einfach, weil ich ihn doch ziemlich cool finde und ich ihn sehr gerne mal kennenlernen würde. Andererseits: Meine Yogamatte ausrollen neben ihm ausrollen, wäre auch nicht so eine toll Vorstellung. Also eigentlich neben keinem Promi.
Wenn Du auf eine Insel auswandern müsstest, welche zwei Yogabücher würdest Du mitnehmen?
Ich hoffe, dass es auf der Insel Internet gibt, dann erübrigt sich diese Frage bald
Ansonsten:
1) „Die Yoga Tradition“ von Georg Feuerstein. Praktisch, dass hier auch das Yoga Sutra von Patanjali Platz findet, denn das wäre sonst meine erste Wahl gewesen. „Die Yoga Tradition“ ist ein wunderbares Kompendium über die Vielfalt des Yoga.
2) Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) von Yann Martel. Eine wundersame Parabel über die Kunst des Lebens und die Tücken der Wahrnehmung. Das ist nicht wirklich ein Yogabuch, aber genau das macht es irgendwie auch dazu.
![]()
Michael Wiese von YogaYa betreibt gemeinsam mit seiner Frau Claudia Yogastudios mit Schwerpunkt Vinyasa Yoga in Leverkusen und Bergisch Gladbach. Seine Yogalehrer-Ausbildung hat er bei Lord Vishnus Couch in Köln absolviert. Claudia und Michael Wiese geben auch den bekannten monatlichen Yogapodcast heraus. Mehr unter www.yogaya.de und www.yogapodcast.de
Profil
Name: Michael Wiese aus Bergisch Gladbach
Web: www.yogaya.de
Facebook: www.facebook.com/michaelwiese
EMail: info [ääät] yogaya [punkt] de

Yoga, Wandern, Berge und Meer in der Toskana mit Nadine & Silvio
Infos unter www.yogatraumreise.de
Ähnliche Artikel:
- Fünf Fragen an Sunny – sunnyoga.de
- Fünf Fragen an Young Ho Kim aus Frankfurt
- Fünf Fragen an Barbra Noh aus München
- Fünf Fragen an Eva Maria und Henning von der Yogashala Berlin
Autor: Silvio · 1 Kommentar · Trackback




1 Kommentar | Eigenen Kommentar schreiben
Hallo lieber Michael, schön das Du bei meinem Projekt “Fünf Fragen. Fünf Antworten!” mitgemacht hast. Es ist schon beeindruckend, wie sich das Leben mit Yoga verändert. Du hast zwei Studios aufgebaut und den Podcast geschaffen und gibst der Yoga-Gemeinde vieles mit auf den Weg. Mach so weiter und ich freue mich auf ein Wiedersehen! Namaste’ Silvio
Kommentieren