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yogafrosch

24.07.2009

Kreta – Jivamukti Yoga & Kirtan Reise/Retreat

„Open to Love” – 10 Tage absolutes Yoga & Chanting, Sonne und Meer. 10 Tage voller Erwartungen, an einen Retreat und an sich selbst. Was kommt auf mich zu? Werde ich dem Retreat gewachsen sein? Komme ich an meine Grenzen? Wird sich etwas verändern?

Der Weg mit dem Auto nach Trio Petra ist bekannt. Für mich ist es bereits die dritte Yogareise mit den Jivamuktis. Der Mix aus intensiver Yogapraxis, leckerer vegetarischer Kost, netten Leuten, viel Sonne, Strand und Meer lassen jedes mal die Reise zu einem besonderen Erlebnis werden.

Aber dieses Mal geht es nicht nur um Yoga. Es geht um mehr. Jeden Abend zum Sonnenuntergang singt Dave Stringer gemeinsam mit Spring und Tabla Spieler Erhard Dengl Kirtan – das  Singen indischer Mantras nach dem Call & Response-Prinzip. Oder auf Deutsch: Einer singt vor und alle anderen singen nach.

Jivamukti kirtan retreat Juli 2009 - Sunset
Kirtan zum Sonnenuntergang

Im Vergleich zu den Vorjahren ist dieses Jahr die Gruppe internationaler. Mit dabei sind Yogis aus den Niederlanden, Dänemark, Italien, Russland und sogar aus den USA. So hat zum Beispiel eine russische Yogini das Retreat spontan nach einem Workshop von Petros in Moskau gebucht. Ihr erstes Yoga-Retreat! In Amerika ist Kirtan bereits viel mehr in der Yogaszene verankert und es gibt richtige Fans. So ist auch ein Dave Stringer Fan aus Colorado mit dabei.

Jeder von uns hat seinen eigenen Grund hier zu sein. Für manche ist es das Singen, für andere die Yoga Praxis. Oder einfach einmal Urlaub zu machen und dabei Sonne, Strand und Meer zu genießen.

Greg fliegt uns davon

Ich freue mich auf eine intensive Yogapraxis und möchte mal wieder richtig schwitzen, Eintauchen in das Jivamukti-Yoga, das ich so lieb. Natürlich freue ich mich auf das Chanten zum Sonnenuntergang mit Dave Stringer & Band!Unser Tag beginnt mit Chanting um 9 Uhr, danach folgt eine MeditATION; Talk zu verschiedenen Yoga Themen und Praxis bis ca 13 Uhr. Am Nachmittag gibt es meist eine zweite Yoga Stunde und abends folgt der Höhenpunkt: wir chanten in den Sonnenuntergang!

Drei Stunden typische Jivamukti Stunden mit vielen Up-Dogs, Down-Dogs, Chaturangas und richtig guter Musik bringen uns zu Höchstleistungen. Petros puscht uns in den Stunden und wie bereits erwartet, kommen wir alle schnell an unsere Grenzen. Doch wir sind alle gut gerüstet für diese fordernde Praxis. Vor der eigentlichen Hatha-Yoga Praxis gibt es jeden Tag eine kurze Einführung in indische Philosophie von Petros. Was ist Yoga? Die ultimative Frage. Yoga ist immer und überall präsent. Selbst im Flieger konnte man aus dem Bordshop Yogakarten kaufen. Wir brauchen das alles nicht. Wir haben ja unseren Lehrer dabei. Zurück zur Frage, was ist Yoga?

„Yoga is a state of mind” Yoga ist ein Zustand, wir können also Yoga nicht üben, sondern nur den Rahmen schaffen, um in den Zustand von Yoga zu gelangen – ein Zustand von Ruhe und Wonne – jenseits von allen Gedanken. Und letztlich ist es ein Zustand der vollkommenen Liebe. Open to Love, unser Motto der Reisen. Und wie es im Leben so ist, gibt es viele Wege, ein Ziel zu erreichen. Wie das Zitat eingangs beschreibt, sollten wir alle Erfahrungen und insbesondere geistigen Vorstellungen über unseren Körper über Bord werfen, weil es nicht nur den einen Weg gibt. Ein anderer alter Tantra Text sagt, dass wir den Zustand der Befreiung (moksha) auch erfahren können, wenn wir jeden Augenblick unseres Lebens mit Dankbarkeit und Anerkennung ausfüllen. Klingt einfach. Wir probieren es in einer 18 minütigen Morgen-Meditation und bekommen eine Idee davon, wie das gemeint ist. In den 10 Tagen haben wir ein volles Yoga-Programm. Bereits nach dem zweiten Tag, habe ich das Gefühl 839.999 von 840.000 (steht in der Hatha Pradipika) möglichen Asana gemeistert zu haben. Am dritten Tag hat uns Petros in die Geheimnisse des Handstandes eingeweiht. „Handstand” in allen möglichen Varianten, als Partnerübung, an der Wand, mit Blöcken und im freien Raum. Körperspannung aus der Körpermitte heraus und Finger nicht ganz durchstrecken, eher ein Einkrallen in die Matte – das sind für mich die Schlüssel zum Handstand-Erfolg. Nach all der Praxis spüre ich den ganzen Tag das Bedürfnis, in den Handstandstand zu springen. Und das geht nicht nur mir so. Greg fängt am Traumstrand das Fliegen an und wir können nur noch Staunen. Andere üben Acro-Yoga und sind voll entspannt. Wieder ein herrlicher Yoga-Urlaubstag auf Kreta.

Nach fünf Tagen entwickelt unser Urlaub seine eigene Dynamik. Am Anfang waren wir beim Chanten 30 “aktive „Mitsinger”. Fünf von uns waren aktive Zuhörer. Nach zwei Tagen sangen 34 Yogis „Kali Durga Namo Namah” und nur einer von uns war immer noch still und bewegte zumindest seine Lippen und wippte im Takt mit. Am dritten Tag – wieder zum Sonnenuntergang – war es dann soweit, alle sangen aus voller Kehle einen Chant von Daves neuer Cd „Joyride”, die im Oktober 2009 auf den Markt kommt. Jay Jay Ram Krishna Hari, Raja Ram Krishna Hari. Unser Lieblingschant auf Kreta wird „Om Namo Bhagavate Nityanandaya” Wir tauchen ein in die indische Kirtan und Bahjan-Welt. Nach zwei Stunden hemmungslosem Chanten holt uns der Hunger zurück. Es ist halb 10 abends und es gibt wieder leckere vegetarische und gesunde Kost. Das Meer liegt 50 Meter direkt vor uns, das Rauschen des Meeres begleitet uns den ganzen Tag. Abends ist jeder von uns von dem Sternenhimmel überwältigt.  Wir hören auf, die Sternschnuppen zu zählen. Wir sind wunschlos glücklich. Auf Sanskrit heißt das: Santosha – Zufriedenheit mit dem was ist. Hier auf Kreta – nichts leichter wie das!

Die Tage verfliegen. Für uns gibt es nicht „Always Coca Cola”, wie Petros so schön sagt, sondern “always ujjāy” und „always mulabandha” Yoga, Chanten, Strand, Essen und Schlafen … wir sind im Paradies angekommen.

Am siebten Tag ist auch bei A. der Moment der absoluten Zufriedenheit eingekehrt. Sie ist bereits zum vierten mal auf Kreta um Yoga zu praktizieren und hat sich bisher nie getraut, von den Felsen von Trio Petra zu springen. Drei Meter Höhe, der Blick in die Tiefe, ein lautes Schreien und dann ein Eintauchen ins Meer. Auch das war ein Weg, zu seinem Körper zu finden und die Angst zu überwinden. Und weil es so schön ist, klettert sie gleich nochmals auf die Felsen und springt wieder. Endorphine pur. Diesmal springt sie zusammen mit einer Yogini aus München aus 5 Meter Höhe. Im Wasser unten beobachtet das alles Dave Stringer. Auch er ist soeben gesprungen.


Jump!!

Eine schöne und inspirierende Zeit auf Kreta.

…ach so, es gibt noch ein Yoga-Geheimnis zum Schluss zu lüften. Wir Yogis aus Sachsen singen kein Ommm sondern auch ein langes. ÖÖÖÖhhmm ;-)

Namaste’
Silvio aus Chemnitz

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Autor: Silvio   ·   3 Kommentare   ·   Trackback

3 Kommentare | Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Kommentar von Beatrice am 15.11.09 um 09:38
  • Großartig, wie heißt denn die tolle Musik der Bildershow?

    Om Shanti,
    Beatrice

  • 2. Kommentar von Silvio am 15.11.09 um 14:45
  • Hallo Beatrice,
    die Hintergrundmusik ist “Ganapati Om” aus dem Albunm “Japa”. Dave ist oft auf Tour – auch bei Euch in der Schweiz. Es lohnt, sich da mal mit dabei zu sein!! Alles Liebe. Ommm und weg! Silvio

  • 3. Kommentar von Beatrice am 3.01.10 um 00:45
  • Danke für die Info und ein schönes neues Jahr!

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