3.07.2011
Körperkorrektur im Yoga auch ohne Yoga-Lehrer
Stellen Sie sich mal folgende Situation vor: Sie sind im Yoga-Studio und üben gerade den herabschauenden Hund. Was passiert, wenn Ihr Yogalehrer sagt, Sie sollen die Sitzbeinhöcker in Richtung Decke ziehen, Arme und Beine zu strecken und versuchen die Fersen auf die Matte zu drücken? Und was passiert, wenn Ihr Yogalehrer zu Ihnen kommt, Ihnen die Hände rechts und links neben Ihrem Kreuzbein auf den Rücken legt und Ihren Rücken verlängert und nach hinten schiebt?

Theoretisch sollte bei Ihnen in beiden Varianten das gleiche passieren, aber praktisch werden Sie durch den Hands-On Assist Ihres Yogalehrers die Haltung sicherlich viel intensiver spüren als bei dem verbalen Assist. Leider kann ein Yogalehrer nicht immer und überall sein und jeden Schüler gleichzeitig korrigieren.
Aber wussten Sie, dass Sie sich in ganz vielen Yoga-Haltungen selbst korrigieren können?
Nein? Dann erkläre ich Ihnen wie, anhand der wichtigsten Gelenkregionen:
Schultern
Um zum Beispiel im Krieger/Held 2 die Schultern nicht nach oben zu ziehen, ziehen Sie sie zuerst ganz bewusst nach oben bis unter die Schultern und lassen Sie sie anschließend schwer nach unten sinken.
Hüfte
Greifen Sie im Krieger/Held 1 mit den Händen an Ihre Taille und drehen Sie die Hüfte nach vorne, parallel zur schmalen Mattenkante, bevor Sie die Arme gestreckt über den Kopf nehmen.
Um in der Berghaltung (Tadasana) nicht ins Hohlkreuz zu fallen, nehmen Sie eine Hand an Ihren unteren Bauch und die andere Hand an Ihr Kreuzbein. Kippen Sie mit Hilfe Ihrer Hände das Becken, indem die hintere Hand nach unten schiebt und die vordere Hand nach oben.
Knie
Um die richtige Ausrichtung Ihres Knies im Krieger/Held 2 sicherzustellen, können Sie die Hand des vorderen Armes auf die Außenseite Ihres gebeugten Knies drücken und mit dem Knie gegen Ihre Hand. So ist Ihr Knie optimal gerade zu Ihrem Fuß ausgerichtet.
Der Vorteil von Self-Adjustments ist, dass Sie Ihren Körper besser kennen als jeder andere und dass Hände und Gehirn unmittelbar aufeinander reagieren.
Durch Selbstanpassungen können Sie ein noch tieferes Verständnis für die einzelnen Asanas erhalten. Gehen Sie dabei aber stets sanft und umsichtig mit sich um und spüren Sie wie Ihr Körper auf Ihre Berührung reagiert.
Dies waren nur ein paar wenige Beispiele für Self-Adjustments. Wenn Sie noch weitere kennen, dann ergänzen Sie doch diese Liste, wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

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Autor: Diana · Kommentieren · Trackback



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