7.08.2011
Serie: Der Sonnengruß – Ausgangsstellung – Teil1
Der Sonnengruß beginnt in der Berghaltung, die man im Sanskrit auch Tadasana oder Samasthiti nennt. Mit Tadasana bekommen Sie ein stärkeres Bewusstsein für eine gerade und aufrechte Haltung.
Spüren Sie, während Sie in Tadasana stehen, in die beiden gegensätzlichen Kräfte hinein: Stabilität in den unteren Körperabschnitten und Leichtigkeit oder Bequemlichkeit in der Wirbelsäule.
So geht’s:
- Stellen Sie sich an den Anfang Ihrer Yogamatte.
- Stehen Sie aufrecht und nehmen Sie Ihre Füße zusammen.
- Besonders stabil stehen Sie, wenn Sie die Auflagefläche möglichst groß machen, d.h. spreizen Sie Ihre Zehen und legen Sie sie einzeln von außen nach innen wieder auf der Matte ab.
- Ihr Gewicht verteilt sich gleichmäßig auf beide Füße (rechter und linker Fuß). Stehen Sie zentriert, das heißt auf den Ballen und Fersen. Und nun die dritte und schwierigste Stufe: stehen Sie sowohl auf der Außenkante als auch auf der Innenkante jeden Fußes. Ziehen Sie dafür das Fußgewölbe nach oben.
- Wenn Sie nicht ganz sicher sind, pendeln Sie ein wenig von vorn nach hinten und dann von rechts nach links, bis Sie in der Mitte zum Stillstand kommen.
- Von den Füßen geht es nun weiter zu den Beinen. Die Schienbeine ziehen zu den Waden, die Kniescheiben sind leicht angehoben und die Oberschenkel sind aktiv und drehen leicht nach innen. Achtung: die Knie dabei nicht überstrecken!
- Nun kippen Sie das Becken. Ihr Steißbein zieht nach unten und Ihr Schambein hebt sich nach oben.
- Ziehen Sie Ihren Bauchnabel in Richtung Wirbelsäule und aktivieren Sie Ihren Beckenboden, indem Sie ihn nach innen und oben ziehen.
- Richten Sie Ihre Wirbelsäule Wirbel für Wirbel auf. Denken Sie sich in die Länge und strecken sich zur Decke.
- Öffnen Sie Ihren Brustkorb indem Sie das Brustbein anheben. Die Schultern sinken schwer zu Boden. Drehen Sie die Oberarme leicht nach außen und die Unterarme nach innen.
- Die Hände sind rechts und links neben Ihrer Hüfte, die Handflächen zeigen zum Körper, liegen aber nicht an.
- Um den Nacken zu verlängern, achten Sie darauf, dass der Kopf gerade ist und das Kinn ganz leicht zum Brustkorb geneigt ist.
- Schauen Sie gerade aus nach vorne.
- Atmen Sie ruhig und gleichmäßig und lächeln Sie ein freundliches Buddha-Lächeln
Wenn Sie sich nun fragen, warum man für gerades Stehen so viele Worte verlieren kann, so liegt das daran, dass das Prinzip der Ausrichtung in Tadasana sich in fast allen Yoga-Asanas wiederfindet.
Patanjali gibt uns in den Yogasutren folgenden Rat zur Ausführung aller Asanas: sthira sukham asanam – übersetzt heißt das so viel wie, die Asana, also die Verbindung zur Erde, soll zugleich stabil (sthira) und bequem (sukham) sein.
Unabhängig von Ihrer Yoga-Praxis können Sie Tadasana in verschiedenen Situationen Ihres Lebens üben. Ob das beim Warten an der Supermarktkasse ist oder an der Bushaltestelle. Probieren Sie es doch einfach mal aus. Sie werden sehen, dass sich durch häufiges Üben Ihre Körperhaltung verbessern wird.
Viel Spaß beim Üben
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Autor: Diana · Kommentieren · Trackback





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