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14.02.2009

Jivamukti Yoga Retreat Triopetra/Kreta 2006

Jivamukti Yoga Reise

Jivamukti Yoga Reise

Bilder vom Jivamukti Yoga-Retreat 2006   

Es ist wieder einmal soweit. Vom 9.9. bis 14.9. laden Dr. Patrick Broome und Elisa Bruni vom Jivamukti Yoga Center München ein zum Yoga-Workshop auf Kreta. Elisa kommt aus dem Iyengar Yoga und Ihre Schwerpunkte liegen in einem genauen Üben der asana mit Hilfe von Gurten, Blöcken, Decken und auch als Partnerübungen. Patrick ist der “Meister” der fliesenden asana, der Synchronisation von Atem und Bewegung – Dem Prinzip des Vinyasa Krama. Eine Woche Jivamukti Yoga. Hier mein persönlicher Reisebericht:

Anreisetag. Flug nach Kreta

Wir fliegen mit Hapa Fly von München nach Heraklion.Und schon am Flughafen das typische Bild für Yoga-Reisen. Nette freundliche Menschen mit bunten Yogataschen, wieder mehr Frauen wie Männer (gut für uns Männer). Einige der Reisenden waren bereits vor zwei Jahren mit von der Partie, andere kenne ich aus dem Yogacenter. Warten zum Bording. Eine Stunde später fliegen wir mit über 1000 km/h auf ca 11.ooo Metern Höhe in Richtung Kreta und die Stewardeß kommt vorbei und fragt: “…sie haben vegetarisch bestellt?” Genau, Jivamukti Yoga heißt auch: vegetarisches Essen (ohne es jemanden aufzuzwingen) und das beginnt bei den Reisen schon im Flieger. Das war erst der Anfang. Die nächsten 7 Tage ernähren wir uns makrobiotisch, d.h. vegan ohne Nachtschattengewächse. Zwei Malzeiten gibt es am Tag. 13:00 Uhr und 20:00 Uhr und wer es gar nicht aushält, trinkt früh einen Café, mit Müsli und frischem Obst. Schöne gesunde Aussichten!!

Triopetra ist ein Rückzugsort (Retreat. engl. Rückzug) der bisher vor allem Ashtanga Yogis offen stand. Diesmal haben wir uns hier eingemietet. Eine Art Gästehaus direkt am Meer ohne direkte Nachbarn. Alles ist sehr schlicht gehalten, um nicht zu sagen – es könnte mehr spirit haben. Für Yogaleute nix Neues. Wir hören das Meer rauschen und genießen unseren ersten Sonnenuntergang hinter den drei Felsen, die den Ort den Namen gegeben haben. Treio (drei) Petra. Das schöne an den Jivamukti Reisen ist, kein Stress! Von 9:00 bis 9:30 Uhr Mediation und ab 10 Uhr dann Yogapraxis bis zum Mittagessen. Nicht so wie in anderen Yogatraditionen die es immer sehr “indisch” nehmen. Yoga zum Sonnenaufgang und manche noch davor… Wir sind “happy and free” genau wie es im Mantra so schön heißt, das wir täglich vom Herzen her singen. Lokah samasta sukhino bhavantu.

Tag 1. Erster Tag Yogapraxis. Ein Genuss.

Unser erster Yoga-Tag. 7 Tage -7 Chakren. Wir reisen durch unsere Energiezentren und erklimmen “theoretisch” jeden Tag eine höhere Bewusstseinsebene. Patrick hat alles aufeinander abgestimmt. Von der Musik, über die Übungen, den Mantras. Einfach alles. Om gam ganapati. Das Mantra ist ganesha gewidmet, als Symbol für die Standhaftigkeit und den Willen, seinen Weg zufinden. So wie ein Elefant durch den Dschungel geschickt wird, um den Weg frei zu machen – chanten wir uns durch erste Charkra. Lebenswille, die unbändige Lebenskraft, das Urvertrauen und alle Überlebensprogramme haben hier ihren Sitz. Charakteristisch für die asana-Praxis sind die Stehhaltungen. Und so schwingen wir uns über die Kriegerhaltungen 1,2 und 3 in den “standing splitt” und wieder zurück in die Hundhaltung. Und es beginnt heiß zu werden und nicht viel später geht es wieder Tropf, Tropf, Tropf…die Schweißperlen üben den freien Fall über die Stirn auf die Matte. juhhuuu wir sind angekommen. Welcome to Jivamukti-Yoga auf Kreta. Namaste. Nach ca. 3 Stunden ist wieder “Zeit zu Sterben” Savasana mit dem natürlichen Meer-Rauschen gleiten wir ab und lassen uns tiefer und tiefer sinken und genießen die Nackenmassage. Es ist Mittag. Das letzte Essen ist nun schon 17 (!!) Stunden her, für die, die das kleine Frühstück ausgelassen haben. Klingt wie Folter, aber es ist uns nicht schwer gefallen. Nach Yoga schmeckt das Essen gleich viel besser. Jeppp …wir haben gespeist. Der Strand ruft und 17 Uhr kommen wir zurück zur zweiten Yoga-Einheit, um danach wieder zu Essen, Zeit fürs Chill Out und dann Schlafen zu gehen. So wiederholt sich das die nächsten Tage.

2. Tag. Zweites Chakra. Svadhistana.

Zweites Chakra. Svadhistana, mit Sitz im unteren Bauch. Kali und Durga repräsentieren dieses Chakra. Und heute ist Sturm angesagt. Richtiger Sturm. Der Wind pfeift durch die Türen und Fenster. Pünktlich 9 Uhr beginnt die halbstündige Meditation. Patrick fragt uns anschließend, wie es uns während dessen ergangen ist. Für die meisten von uns ist es sehr leicht gefallen, unseren Geist zur Ruhe zu bringen. Warum ist das so? Die äußerliche Unruhe durch den Sturm lässt uns innerlich zur Ruhe kommen. Hier sind sie wieder die Dualitäten. Eingeleitet wird die Yogastunde mit Kundalini-Übungen, zum Beispiel aus der bequemen Sitzhaltung mit gerader Wirbelsäule anfangen zu Drehen von der Basis der Wirbelsäule her. “Dreht Euch langsam von links nach rechts, so wie ein Löffel im Topf, lasst die Augen geschlossen und gebt Euch der Bewegung hin….” Und genau das machen wir die nächsten 10 Minuten. Die Musik von Shiva Rea aus Shakti Rythems tut Ihr übriges und langsam aber sicher ist der Zustand von Trance nicht mehr weit. Geil! Asana-mäßig sind heute stehende Drehübungen angesagt. Pavritta trikonasana, normales trikonasana…hier lassen wir im Einklag mit der Ein- und Ausatmung unser Becken aufdrehen und wenig später geht es wieder…Tropf, Tropf, Tropf. Nach dem part von Patrick übernimmt unser Iyengar guru” das Zepter und mit Partnerübungen, bewaffnet mit Gurt und Block richten wir uns korrekt aus und spüren in jeden Muskel. Ein Satz von Elisa soll mein zukünftiges Yogaleben begleiten. “There is no fast-food Yoga” Genau das ist es. Beweglichkeit und Gesundheit kann man nicht in 5 Minuten um die Ecke mal kaufen, kurz genießen und dann weiter geht’s. Yoga ist für mich seit 6 Jahren schon fester Bestandteil im Leben geworden. Nachmittag gibt es ein tiefer entspannende Stimme aus dem iPod. Dr. Bayer, einer der bekanntesten Trance-Meister und langer Lehrer von Patrick, lässt uns wieder einmal tiefer und tiefer sinken. Wir entspannen im “Hier und Jeeeetzt” Der Tip den Kopf gut abzupolstern, weil er unerträglich schwer wird hat sich ausgezahlt. Diesmal war ich total weg und die 45 Minuten kamen mit vor wie ein Wimpernschlag – ohne Eingeschlafen zu sein. Tag 3 auf Kreta ist yogamäßig vorbei. Abends rücken wir alle ein zu Pavlos-Strandbar und genießen alle kulinarischen Köstlichkeiten. Nur der Wein auf Kreta könnte besser sein. Wir üben eine ander Yogapraxis. samtosha. Die Zufriedenheit.

3. Tag. Manipura Chakra.

Manipura Chakra. Patrick erzählt uns zum Einklang, das die ersten beiden Chakren für die Ängste und gefühlte Enge stehen. Das dritte Chakra aber das Feuer, die Power und pure Lebensfreude. Dieser Tag soll für mich der inoffizielle Höhepunkt der Reise werden. Gut das man früh noch nicht weis, was nachmittags geschehen wird. Pure Lebensfreude? Patrick was kommt jetzt für eine Yogapraxis? Uppss, Rockasana ist angesagt. Fließende asana-Praxis zu Musik von Nirvana, Beatles… so geschwitzt wie heute habe ich noch nie beim Yoga. Irgendwann ist immer das erste mal. Nach ca. 2 Stunden verbiegen kommen wir zur Schlusssequenz. Urdva-Danurasana. Das Rad. Jivamuktiyoga lässt es hier immer richtig “krachen” Nein, nicht nur einmal kommen wir ins Rad. Heute werden es sage und schreibe 4 mal. Als Hintergrundmusik läuft gerade John Lennon “Imagin”. 26 Leute stehn voll durchgeschwitzt im Rad und John Lennon beschwört uns in der Umkehrposition “..i am a dreamer, but i am nit the only one…” Sascha fängt an – mitzusingen und alle stimmen mit ein. Freier und schöner kann Yoga nicht sein! Und am Ende des Liedes meint Patrick zu uns “…Seid froh, das John Lennon keine 5 Strophen geschrieben hat.” Ohh ja, das hätte 5 Räder bedeudet. Elisa nutzt unsere aufgehitzten Körper und lässt uns in pincha mayurasana (Skorpion) schwingen. Wir lernen unsere Muskeln separat anzuspannen und loszulassen. Und ganz wichtig, um sozusagen auf den Handflächen und Unterarmen auszubalancieren “…lass deine Hände zu Füßen werden und finde die Stabilität”. Kein Problem. Weiter geht die Reise!

Nachmittags setzen wir uns in unsere kleinen Autos und fahren in Richtung Spilli, biegen zwei drei mal ab und kommen an in einer Schlucht, die in keinem Reiseführer erwähnt ist. Der Geheimtipp von Petros, dem Jivamukti-Multitalent. Wir durchqueren den kleinen Fluss barfuss, klettern über Steine und auf und ab. Ohne unseren Guide währe jeder “nomale Mensch” schon längst umgekehrt! Aber Yogis sind keine normalen Menschen, so wie die Yoga Sutren des Patanjali nicht für normale Menschen geschrieben sind. Da haben wir es wieder! Wir erreichen nach ca. 30 Minuten das Ende der Schlucht. Der Fluß wird breiter und tiefer. Petros zieht sich aus, springt hinein und schwimmt in die Felsenge. Weg ist er. Die ersten vier Frauen lassen sich das nicht zwei mal sagen, ziehen sich aus und folgen. Nach zwei drei lauten Schreinen “Ist das kalt…!!” sind auch sie weg. Ich frage mich ob der nackte Petros sie motiviert hat oder der versprochene Wasserfall und einunbeschreibliches Naturerlebnis. Und ich? Ich ziehe mich aus und will folgen. Das Wasser ist “schweinekalt”. 14 Grad mehr sind das nicht! Ich will nicht!! Ich bin ein Mann! Soll ich hier schwächeln? Nein! Und ich schwimme so schnell ich kann, um die Kälte nicht zu spüren. Dunkel wird es. Das Wasser prasselt von allen Seiten auf uns herab. Es ist kalt. Es ist laut und noch 40 Meter zu schwimmen, bis ich die anderen sehe. Petros und die anderen Amazonen – ist vielleicht der beste Ausdruck für solche Frauen – warten am Ende. Christine, gibt mir ihre Hand und zieht mich an die Felswand und sagt:” Silvio, Willkommen im Manipura-Chakra!” Ich glaube zu Träumen. Das kann doch alles nicht sein! Es sind die Moment die einem das ganze Leben begleiten werden. Unbeschreiblich. Faszinierend. Drei Minuten später schwimmen wir zurück und völlig durchgefrohren aber total glücklich, erreichen wir die Uferzone, trocknen uns ab und legen uns in die Sonne. Ich bin im Paradies. Danke, das ich hier sein kann.

5. bis 7. Tag.

Wir durchreisen die restlichen Chakren. Beim 4. Chakra, dem Herzchakra, angekommen, öffnen wir uns üben Rückbeugen in alle Variationen. Wir öffnen unseren Brustraum und Patrick beschwört uns und gibt uns wieder einen Satz fürs Leben mit – für die die ihn erkennen. “Verbieg Dich nur soweit, wie es Dein Herz zulässt!” Das ist so schön gesagt. Das ist die Verbindung von Yoga und dem Leben – außerhalb von Yoga. Das muß ich mir merken!

Am sechsten Tag hat Patrick etwas “besonderes” mit uns vor. Spiral Dancing wie die Sufis. Drehen um die eigene Achse. Auch hier gibt es eine besondere Technik. Nach dem er sie für uns erklärt hat und wir uns durch alle Chakren geatmet haben, drehen wir uns für die nächsten 20 Minuten. Und Ja, ich habe das Gefühl, nicht ich drehe mich, sondern die Welt dreht sich um mich. Ich werde mutig, versuche die rechte Hand zu lösen und schließe die Augen. Ich will mich weiterdrehen. Zack…ich fliege förmlich in die Ecke und habe Glück. Ich lande in einen Stapel von Yogamatten. Danach fühle ich mich noch wohl. Aber der restliche Tag ist für mich gelaufen. Ich bin down. Den Nachmittag verschlafe ich total und die Nachmittagseinheit mit Elisa lass ich sausen.

Der Abreisetag. Chakrenreinigung.

Unser letzter Tag. Unser Flug zurück nach Deutschland geht erst um 20 Uhr. Und so haben wir morgens noch einmal Zeit für Yoga. Heute verbinden wir alle bisherigen Tage und Patrick macht mit uns ein “Yoga-Spezial” Chakra Purifycation (Chakren-Reinigung), so wie ich es mit Sharon vor einem halben Jahr in München bereits erlebt habe. In des asana chanten wir die Bijamantras “Lam, Lam….” mit einer ganz bestimmten Melodie und in einem besonderen Ryhthmus. Nach 90 Minuten Yoga verstauen wir wieder unser Gepäck in den Autos, Essen ein letztes mal makro-biotisch und düsen in Richtung Rethymont. Auf dem Weg dorthin machen wir Stopp an einem Strand und genießen die wärmende Sonne Griechenlands, gehen ein letztes mal lecker Essen und checken ein. Nach drei Stunden Flugzeit sind wir wieder angekommen am Flughafen München.

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Eine Woche Jivamukti-Yoga Retreat ist zu Ende. Schade. Es war eine so geniale Zeit, so nette Menschen. Schnell muß ich weg, es geht mir ziemlich Nahe….

Om Bolo Sat Guru, Bhagavan, Qi Jai.

Gegrüßt sei der Lehrer, hinter allen Lehrern.

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Yoga in der Toskana vom 18.9. bis 25.9.2010 inkl. Unterkunft, ital. veg. Vollpension ab 670,00 Euro/Person. Infos unter www.yogatraumreise.de

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Autor: Silvio   ·   Kommentieren   ·   Trackback

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