16.03.2009
Yogabasics geht nach Bella Italia!

Bunt gemischt…. Unser Gruppenfoto am letzten Tag…
Bilder von unserer Traumreise im September 2006 ![]()
Eine Woche Yoga in der Toskana vom 23.9. bis 30.9.2006. Hier mein Reisebericht. Für das – das alles ziemlich spontan geplant war, ist es super gelaufen.
Rückblick.
Im Sommer 2006, das Wetter war regnerisch und kalt, dachte ich an die schöne Zeit mit Bryan Kest, dem Power Yogi aus den USA überhaupt hier in der Toskana. Damals – im April 2005 – organisiert Beate von der Vishnuscouch aus Köln diese faszinierende Yogawoche. 30 Yogis aus der ganzen Welt folgten der Einladung und erlebten eine Woche Power Yoga total. Und als wäre es gestern gewesen, liegen mir die Wort von Bryan im Ohr:” Another day – another downward dog” Yoga auf Ibiza 2006 ist auch sehr gut angekommen, warum dann nicht noch eine Wochhe im Herbst in die Toskana? Ein Anruf bei Martina – der Hausherrin vom Convento und die Sache war geritzt. In der letzten Septemberwoche waren noch 20 Plätze im Seminar- und Gästehaus frei. Parallel lief ein Atemkurs, an dem nur 10 Leute teilnahmen.
Silvio Reiß – einem anderen Chemnitzer Yogalehrer – habe ich von meinem Plan erzählt und so planten wir die Woche gemeinsam. Alles kam ins Rollen und wurde zum Selbstläufer. Seine Freundin Anett ist Salsalehrerin und Silvio (der andere) bietet auch Nordic Walking an. Aus der Yogawoche wurde nun Yoga, Nordic Walking und auch Salsa. Aus meinem Bekanntenkreis haben sich 7 Leute spontan angemeldet und auch mein Yogareisender Walter – kennen gelernt haben wir uns auf einer Pilger Tour durch den Süden von Indien – aus München hat sich spontan dazu entschieden. Zusammen mit seiner Freundin und seinen zwei “Privat-Yogaschülern” aus Grünwald bei München und den anderen von Silvio Reiß war die Reise ausgebucht. Die Zeit verging und die Toskana rückte näher.
Am Samstag, den 23.9. ca. 8:00 Uhr war es dann soweit. Wir starten von Erding nach München, stärkten uns mit einem Bio-Capuccino in Grünwald und dann ging die Reise los. 700 Kilometer lagen vor uns. Und halb 4 nachmittags haben wir unser Ziel erreicht. Das Convento in der Nord-Toskana in der Nähe des Örtchen Cassola mit seinen 200 Einwohnern. Unser Convento war ein ehemaliges Kloster, gegründet 1540. Seit nunmehr über 14 Jahren wird es vom Marcell und seiner Martina geleitet, die hier zusammen mit ihren zwei Kindern ein kleines Paradies geschaffen haben. In einer späteren Führung durchs Gelände sagt uns Marcell, dass sie sich bewusst dazu entschieden haben, einen Platz für Seminare aber auch ein spirutelles Zentrum zu schaffen. Am Anfang wurden sie belächelt und nach Meinung der Dorfbewohner hätte sich eine gute italienische Gaststätte besser geeignet als so was “Unbekanntes”.
Unser Yogaplatz wird der 70 qm große Seminarraum – rustikale mit Naturseingewölbe und einer 400 Jahre alten Eingangstür. Der erste Blick ähnelt mehr einer Folterkammer. Vielleicht liegt das mit Yogaraum gar nicht so weit auseinander. Nur das sich die Leute im Yoga manchmal freiwillig “quälen”. Zumindest hat man den eindruck in der Sequenz von Bryan Kest – long, slow and deep. Dazu später mehr.
So wie von Anfang an lief alles sehr spontan ab. Und der Tagesplan ähnelte mehr einem Stundenplan, als an Urlaub und Ferien. Angedacht war mit Yoga 9 Uhr zu starten. doch was passierte? Aus 9 Uhr wurde halb sieben. Grund waren die Ausflüge nach Lucca und anas Meer. so hatten wir einfach mehr Freiraum. Für den ein oder anderen war das schon sehr gewöhnungsbedürftig. Im Urlaub um 6 aufstehen und ohne Frühstück dann in die Folterkammer. Doch war alles – was wir ständig betont haben – alles freiwillig. Niemand muß sich zu was gezwungen fühlen. Geplant war ein Ausflug und es wurden drei. Geplant war Salsa einmal anzubieten und es wurde auch drei mal. Für die Idee von Silvio reiß – Klassik zur Nach anzubieten, sind wir anfangs weggegangen, um den Plan nicht noch mehr zu füllen. Auch das wurde zwei mal in Anspruch genommen. Selbst nach dem Yoga gab es 6-7 Leute die auch das Nordic Walking testen wollten. Und so war die Reise für mich als Organisator ein ständiges Wunder! Niemals hätte ich das vorher gedacht. Die Leute vermutlich aber auch nicht. Ute G. aus München meinte dazu “…nie hätte ich gedacht, noch mal ans Meer zu kommen und baden zu gehen.” Auch vorherige Erfahrung von anderen Yogareisen, wo es kein Frühstück gab, konnte sie hier über Bord werfen. In der Toskana war alles anders wie sonst. Martina – unsere Hausherrin – meinte dazu nur, das ist der “Zauber vom Convento” Oh ja, wie recht sie hat. Bereits vor Beginn der Reise habe ich gesagt, dass es sich schon allein wegen dem Essen lohnt – hier her zu fahren. Italenisch vegetarische Vollverpflegung aus biologischem Anbau, frischen Quellwasser, frischem Olivenöl aus der Toskana und nicht zu vergessen: der leckere Wein am Abend.
In dieser Woche war sozusagen alles möglich und auch erwünscht. Neben den morgentlichen Yogastunden um halb sieben beziehungsweise um neun, gab es drei Nachmittagsveranstaltungen in Sachen Yoga. Einmal Partner-Yoga, als intensives Erlebnis. Dann eine Herz-Meditation mit Silvio Reiß und am vorletzten Tag -long, slow and deep mit mir; zweiminütiges Halten ganz einfacher asana (Körperhaltungen) und immer wieder “lass – los”. Den Leuten hat’s gefallen. Mir auch.
Das wir in Italien waren, wurde uns an einem Tag wieder einmal ganz bewusst. Am Mittwoch war der Ausflug nach Lucca geplant. Ein Stunde Fahrt mit dem Zug in die 75 Kilometer entfernte Stadt. Alles kommt anders wie man denkt. In Italien streiken gerade die Eisenbahner für einen Tag mehr Urlaub und die Fahrt fällt aus. Und so konnten wir spontan doch noch einmal ans Meer fahren. Diesmal war San Terenzo unser Ziel. Ein kleines verträumtes Dorf direkt am Meer, zwischen Lerici und La Spezia. Die Hauptzeit für den Tourismus ist schon vorbei und so hatten wir das Vergnügen, typisches italienisches Strand-Leben genießen zu können. Neben uns spielten sechse alte Damen auf einer Liege Karten. Andere liefen durchs Meer. Nicht fehlen durfte hier die Sonnenbrille und Kopfbedeckung als Sonnenschutz und nur bis zu den Knie in’s Wasser. Einfach schön die vielen Eindrücke. Ein aufgeheiztes Meer und über 30 Grad Lufttemperatur. Wir haben Ende September. Geniale Reisezeit.
Das Privileg der letzten Stunde hatte Walter. Sein besonderer Mix aus verschiedenen Traditionen, wie zum Beispiel dem Power Yoga, Iyengar Yoga oder dem Jivamukti Yoga rundete die Yogawoche ab. Und wir alle waren sehr dankbar hier sein zu dürfen.
Und für uns als Yogalehrer – was ist die Konsequenz? Wir haben die letzte Septemberwoche im Jahr 2007 bereits reserviert. Und einige von diesem Jahr sind mit Sicherheit wieder mit dabei, wenn es heißt:
“Komm mit auf eine Vinyasa-Yoga- Traumreise in die Toskana mit Walter und Silvio”
Om Shanti. Peace.
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Autor: Silvio · 1 Kommentar · Trackback



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