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27.02.2009

Yoga Babys…! Yoga in der Schwangerschaft.

Deutschland braucht mehr Babys! Mehr Yoga Babys…! Menschen beginnen aus den unterschiedlichsten Gründen mit Yoga. Manche weil sie Ruhe finden möchten, andere weil sie Rückenprobleme haben und einige auch – weil sie schwanger sind und hier sollte Yoga gut sein. Steht zu mindest oft geschrieben oder wird gesagt.  Dem ist auch so!  Allerdings gibt es hier so manches zu beachten. Diese Hinweise sind in dem nachfolgenden Artikel beschrieben.  Gerade für werdende Mütter, die schon Yoga vor Ihrer Schwangerschaft praktiziert haben, haben die Chance, ihr neu heranwachsendes Leben viel bewusster und intensiver wahrzunehmen und die eigenen körperlichen Veränderungen zu erleben.

Yoga, schwanger

DVD Tipp zum Thema “Schwangerschaft”

Hinweise für Yoga in der Schwangerschaft

Traditionell wurde Yoga im alten Indien immer vom Lehrer direkt zum Schüler gelehrt. Heute besteht der Unterricht oft in einer Gruppe mit mehreren Teilnehmern. Dabei ist es sinnvoll, unterschiedliche Zielgruppen in einer Gruppe zusammenzufassen. So gibt es zum Beispiel Yoga in der Gruppe für Kinder, für ältere Menschen, für Menschen mit Krebsleiden, aber auch für Schwangere.

Gerade für Schwangere hat der Yogalehrer eine ganz besondere Verantwortung und der Yogaunterricht ist durch verschiedenste Dinge geprägt, die ich hier aufzeichnen möchte.

Für viele Frauen, die während der Schwangerschaft zum Yoga kommen, ist das der erste Kontakt mit Yoga. Viele von ihnen wissen bzw. haben gehört, dass Yoga in der Schwangerschaft unterstützend wirken kann.

Frauen in der Schwangerschaft erleben sich, ihren Körper, ihre Gefühle und auch ihre Umgebung immer wieder neu. Es gibt große körperliche Veränderungen und auch die Rolle als Frau wird ganz anders bewusst. Durch die Leibzunahme wird sie von der Umgebung ganz anders wahrgenommen, sie steht mehr im Mittelpunkt und auch die Sorge um das Wohlergehen des Kindes ist ständig präsent. Diese Veränderungen müssen Yogalehrer immer im Auge haben und den Unterricht speziell anpassen. Der Yogalehrer hat plötzlich Verantwortung für zwei Menschen, für die Mutter und das noch ungeborene Kind.

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Yoga in der Schwangerschaft in Chemnitz. Ja, das gibt es! Immer freitags 17:00 Uhr - BASIC Stunden.

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Einige körperliche Veränderungen möchte ich hier nennen:

• Das Blutvolumen von Schwangeren beträgt ca. 7 Liter, normalerweise sind es 4 bis 5 Liter.
• Der Herzschlag nimmt um bis zu 15 Schläge in der Minute zu. Das führt zu einer verstärkten Herzbelastung.
• Die Venen erweitern sich, das Blut versackt schneller als sonst in den Beinen und es können sich Krampfadern bilden.
• Der Körper lagert vermehrt Wasser ein und wegen der Zunahme an Gewicht verändert sich sowohl die Statik als auch die Körperhaltung maßgeblich. Die Wirbelsäule wird ganz anders beansprucht, als vor der Schwangerschaft.

Mittlerweile ist man sich einig, dass bis zum dritten Monat der Schwangerschaft das Risiko, das Kind zu verlieren, viel größer ist, als zu einem späteren Zeitpunkt. Deshalb sollte man am Anfang ganz vorsichtig mit dem Thema Yoga umgehen. Manche empfehlen, in dieser Zeit ganz auf Yoga zu verzichten. Ganz sicher sollte es aber keine fordernde Praxis sein, wenn die Frau von ihrer Schwangerschaft weiß.

Nach dieser Zeit kann Yoga angepasst geübt werden. Aus der Natur der Sache sind keine Rückbeugen aus der Bauchlage, zum Beispiel bhujaṅgāsana zu üben und auch auf starke Drehübungen ist zu verzichten. Der Druck auf Bauch und Beckenraum ist einfach zu stark, und in den Drehhaltungen entsteht eine große Druckerhöhung durch das komplexe Zusammenwirken der Bauchmuskulatur. Übungen, wo das Kind in eine starke Enge gebracht wird, sind zu vermeiden. Deshalb sind auch kräftige Vorbeugen im Unterricht für Schwangere zu unterlassen.

Ziel sollte es sein, den Unterricht so anzupassen, dass die Frauen eine Beziehung zu ihrem Körper aufbauen und die starken Veränderungen ganz bewusst wahrnehmen können. Mit Hilfe von Yoga können sie ganz anders in Kontakt zu ihrem Kind treten.

Im Yoga können Varianten unter Zuhilfenahme von Decken, Stühlen und Wänden erarbeitet werden. Es eignen sich ardha apānāsana, um den unteren Rücken zu entlasten, uttānāsana vom Stuhl aus zu üben, ardha śalabhāsana an der Wand abgestützt oder auch supta baddhakoṇāsana.

Der Atem nimmt auch in dieser Zielgruppe eine Schlüsselrolle ein. Insbesondere die feine lange Ausatmung bringt eine große Beruhigung. Hier kann es hilfreich sein, Laute und Mantras zu tönen, um den Effekt noch zu stärken. Die Kontrolle des Atems und das sich damit einstellende Verständnis ermöglichen es später, den Frauen im Zeitpunkt der Geburt, den Anweisungen der Hebamme zu folgen und nicht die Luft anzuhalten. Konzentration kann zu diesem Zeitpunkt extremer Schmerzen mithilfe der Regulierung des Atems noch möglich sein. Selbstverständlich ist aber auch, dass kumbhakas – das Zurückhalten des Atems – im Unterricht mit Schwangeren zu unterlassen sind. Was sich aber eignet, ist die ujjāy-Atmung ohne Atempause. Durch das Sich-Konzentrieren auf den Ton der Ausatmung wird der Atem besser wahrnehmbar und eine natürliche Beruhigung hat das zur Folge.

Yoga kann schwangere Frauen in dieser Phase ihres Lebens unterstützen, eine neue Verbindung zu ihrem Körper, ihrer Umwelt und auch zu ihrem Kind aufzubauen. Ein Prozess der Achtsamkeit und der Dankbarkeit kann entstehen und zu begreifen, wie faszinierend das Entstehen neuen Lebens ist. Das es in der Schwangerschaft keinen Stress geben darf, wird im Gesundheitstsblog ausführlich erklärt.

Noch ein paar nützliche Links:

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Lusta uf Yoga am Meer?

Yoga Reisen Toskana, Liechtenstein und Österreich
Omm und weg!
www.yogatraumreise.de


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Autor: Silvio   ·   5 Kommentare   ·   Trackback

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