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yogafrosch

15.03.2009

Alles Kuba oder was…?

Über Kuba hatte ich mir in meinem bisherigen Leben überhaupt keine Gedanken gemacht. Warum auch? Ein kleines kommunistisches Land Mitten in der Karibik. Jetzt nach zwei Wochen Urlaub sieht das alles ganz anders aus. Dank Lonley Planet und eigenen Erfahrungen weiß ich, das Kuba zwei Währungen hat, den normalen Pesos fürs Volk und den CUC – den Pesos als harte Devisen (Kurs ist fast 1:1). Ein Abendessen kostet zu zweit schon mal ….30 CUC und wenn man sich Nudeln gönnt und Parmesan haben möchte, kostet das schon mal 2,5 CUC extra! Wow…

Kolumbus hat damals Kuba als schönste Insel der Welt bezeichnet. Ja, die Strände und auch das hinterland sind traumhaft. Und doch hat das einfache kubanische Volk, wie in seiner bisherigen Geschichte ständig, verloren und viel Hoffnung auf Besserung ist nicht in Sicht. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks sind alle großen wirtschaftlichen Beziehungen zusammengebrochen und Staat lebt von seinen Zigarren (und es werden immer mehr Nichtraucher!!), seinem Zuckerrohr (der Zuckerrohrpreis ist als Folge der Wirtschaftskrise im Keller!). Was bleibt ist der Tourismus als Haupteinnahmequelle und der Statt pumpt sein ganzes Geld hier rein. Das Volk bekommt Lebensmittelkarten und Milch wird zum Luxusmittel. Und in den großen Strandhotels wird man von Ingenieuren und Architekten bedient, die hier kellnern, weil es keinen Job für sie gibt.

Das Land lebt rein von seiner Substanz und man kommt sich vor, wie in einem großen Museum unter blauen Himmel. Ein wahres Eldorado für Hobby-Fotografen. Alte Häuser, uralte Autos (über 60 Jahre alt und fahrtüchtig), freundliche und aufgeschlossene Menschen und eine bezaubernde Natur. Kuba ist auf jeden Falle eine Reise wert, wenn man das Glück hat, das wahre Kuba kennen zu lernen. Im 5 Sterne Luxus-Hotel bleibt einem das verwehrt. Eine Yogatraumreise wird es definitiv in Kuba nicht geben, so viel steht schon mal fest!

Viva la Revolucion. Eine Revolution für das kubanische Volk ist dem kubanischen Volk zu wünschen. Eines hat die Reise gezeigt, der Sozialismus funktioniert auch in Kuba nicht. Er ist noch schlimmer als in der DDR und ein Propaganda funktioniert Dank „Internet-Verbot” und keinem westlichen Fernsehen noch relativ gut. „Ein Amerika haben sie alle keine Arbeit und sind obdachlos”, so das Zitat einer Taxifahrerin.

  • http://derstandard.at/?url=/?id=1577836867088 - ein schöner Artikel über Kuba
  • Eine paar fotografische Eindrücke der Reise….

     





    Warten auf die Revolution…. Nein! – Entspannen
     

     

     

     


    Das Capitol im Hintergrund. Glanz vergangener Zeiten!

    Havanna nachts…

     

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    Eine Schule auf dem Land
     

     

     

     

    Listen, Listen und nochmals Listen. Computer – Fehlanzeige!
    Ein Kolibrie in freier Wildbahn
    In Kuba gibt es keine Abwrackprämie
    Ende eines Fahnenappells im Zentrum von Havanna

    Kinder in Trinidad
    Alte Menschen lassen sich gern fotografieren für ein paar Pesos
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    Autor: Silvio   ·   2 Kommentare   ·   Trackback

    2 Kommentare | Eigenen Kommentar schreiben

    • 1. Kommentar von Nicole am 18.03.09 um 09:49
    • Liebe Ina & Silvio,

      es freut mich zu hören, dass es Euch auf Kuba gefallen hat. Und es freut mich auch auf Euren Bildern zu sehen, dass es noch nicht an Charme verloren hat. Wenn man in Havanna durch die Strassen schlendert, fühlt man sich wirklich als wäre man mit der Zeitmaschine zurückgereist : ) Was die politische Lage betrifft, bin ich immer sehr hin und hergerissen… einerseits wünsche ich dem Volk, dass es wie wir ganz selbstverständlich genügend & zu jederzeit Lebensmittel kaufen kann und die ärztliche Versorgung für alle gesichert ist. Doch andererseits habe ich auch ein wenig Angst davor, dass Kuba seinen Charme & seine Gelassenheit verlieren könnte, wenn es nicht mehr sozialistisch ist und der “Amerikanismus” wieder Einzug auf der Insel hält. Doch wie bei vielen andren Dingen auf der Welt, können wir auch hierbei nicht mit entscheiden, sondern hoffen, dass die Leute die was zu sagen haben, nicht nur an sich denken. Was ich jedoch ganz sicher entscheiden kann ist, dass ich wieder nach Kuba reisen werde und mich anstecken lasse von der Gelassenheit und Lebensfreude der Menschen, die anscheinend schon mit Rumba & Salsa im Blut geboren werden : ) hasta luego Nicole

    • 2. Kommentar von Silvio am 20.03.09 um 23:30
    • Ja Nicole, du hast Recht. Die Reise bewegt mich auch im jetzt noch sehr und ich denke oft an die vielen Erlebnisse zurück. Einiges geht mir durch den Kopf und manches wird mir auch jetzt – wieder zu hause – erst klar. Es sind andere Eindrücke wie Indien. Wirklich gut finde ich, dass es kein Mc Donalds gibt und auch Coca Cola hat Kuba noch nicht erreicht. Überhaupt ist kaum Werbung zu sehen, außer politische Sprüche „Sozialismus oder Tod“ u.ä. Alles ist noch natürlicher und nicht so auf Konsum aus. Konsum gibt es da ja faktisch nicht.

      Jetzt, eine Woche später, habe ich mich entschlossen, einen Teil der Bilder unserer Kuba Reise als Dia-Abend auf dem Kaßberg zu zeigen und auch eine kleine Galerie wird es in der Kappelbachgasse geben. Den genauen Termin gebe ich dir noch bekannt und ich freue mich, wenn Du dabei bist. Es wird mal freitags nach der letzten Yogastunde werden. Da gibt es dann auch Cocktails. Ich habe auch von anderen Kubareisenden schon tolle Stories gehört manche hätten ein Schwein „geklaut“, dass dann auf dem Grill gelandet ist. Wenn das nix ist….

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