12.04.2009
Yoga: 108 Sonnengrüße für Chemnitz
Wenn auf einer genormten Streichholzschachtel steht “42 Streichhölzer”, dann können 38 aber auch 45 drin sein. Warum war das am Karfreitag für uns wichtig? Die Streichhölzer dienten zum Zählen unserer Sequenzen. Und so mussten wir alle unsere Streichhölzer nochmals durchzählen. Jeder hatte dabei seine eigene Technik. Farbig getrennt, schön geordnet in 10er Reihen oder “wild-west”. Manche kamen auch dank mathematischer Formeln mit nur 12 Streichhölzern aus. Wie auch immer, 108 Sonnengrüße waren das Ziel und jeder von uns wollte das schaffen. Bei 24 Teilnehmern waren das insgesamt 2.592 Surya Namaskars am Karfreitag.

Vor Beginn der 108 Sonnengrüße war Zählen angesagt.
Autor: Silvio · 3 Kommentare
5.04.2009
Zwei Wege, eine Shakti. Kundalini und Anusara Yoga Workshop
Ein Reisebericht vom 3. bis 5. April 2009
„Es ist nicht entscheidend die Unterschiede in den Yogastilen zu suchen, sondern vielmehr die Gemeinsamkeiten” John Friend, Begründer der Anusara Yoga Methode

Bilder vom Anusara Yoga Workshop 2009 ![]()
Barbra mit AC DC Yoga Shirt & Athanasios
Und genau diese vielversprechende Mischung von zwei scheinbar völlig unterschiedlichen Yogarichtungen – Anusara Yoga nach John Friend und Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan – lassen uns die Reise antreten in das schöne Seminarzentrum „Gut Schermau” in der Nähe von Dingolfingen/Bayern. Unsere Gastgeber für dieses verlängerte Wochenende sind Barbra Noh und Athanasios, zwei Yogalehrer aus München.
Barbra ist gebürtige Australierin mit koreanischem Einschlag und hat ihre Wurzel im Tanz. Sie ist für mich eine „Vollblut” Anusara Yogalehrerin. Barbra kenne ich
schon. Atanasios noch nicht. In der Vorstellrunde am ersten Abend beschreibt er, wie er in Barcelona vom Yogavirus (spezielle Form: Kundalinivirus [muss ganz schlimm sein]) befallen wurde und nun bereits seit über 10 Jahren diese Yogaform regelmäßig praktiziert und auch unterrichtet. Zwei junge Yogalehrer der modernen Yoga-Generation. Atanasios ohne langen Bart, ohne Turban und Schafsfellmatte wie das oft bei den Kundaliniyogis üblich ist. Barbra ist fit, sowohl in den jahrtausende alten Techniken des Hatha Yoga als auch in den modernste Erfahrungen der Biomechanik des Menschen. Genau so mag ich das Yoga. Traditionell und doch für uns „westlichen” Menschen abgestimmt.
Beide Yogarichtungen entstammen der Tantra-Philosophie. Tantra ist lebensbejahend. Im Tantra würde es heute heißen: „Yes, we can” oder noch besser „Yes, we have” Alles ist bereits da und wir müssen es nur nutzen. Wir sind keine Menschen die Spiritualität suchen, nein wir sind bereits spirituelle Wesen die Menschlichkeit suchen. Die Shakti zu erwecken, das ist das große Ziel beider Richtungen. Shakti steht für die Schöpfungskraft unsere Kreativität die in Form einer ruhenden zusammengerollten Schlange an der Basis unserer Wirbelsäule ruht. Nur wie sie geweckt werden soll ist unterschiedlich.
Im Kundalini-Yoga, beschreibt uns Barbara anschaulicht, wird die noch schlafende Kraft durch „Klopf Klopf” (klopf dabei hart auf den Boden) geweckt. Im Hatha Yoga ist es viel sensibler und feiner. Die ganze Hatha Yogapraxis ist eher ein leises schauen, den Vorhang gefühlvoll herüberziehen und beobachten, ein sich Zeit lassen und geschehen lassen. Wir üben beides, „Klopf Klopf” aber auch Hatha Yoga. 3 Stunden vor dem Frühstück von 6:00 bis 9:00 Uhr, anschließend ab 11:00 Uhr bis zum späten Mittag 14:30 Uhr und dann geht’s weiter ab 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr und wem es noch nicht reicht, der kann ab 20:30 Uhr noch eine RAMA DAS SA -Healing Meditation aus dem Kundalini Yoga mitmachen. All die Praxis für eine Shakti. Das ganze Wochenende ist eine einzige große Erfahrung und wir schauen weit über den alltäglichen Yogatellerrand hinaus.

Sehr cool
Wir sprechen vor der körperlichen Übungspraxis über die fünf Prinzipien des Anusara Yoga und nutzen die Theorie für die Übungen. Anusara Yoga hat als erstes Prinzip Anlightment – die Ausrichtung. Hier geht es hauptsächlich darum, Körperspannung aufzubauen und die Energie in der Mitte des Körpers zu bündeln und aufsteigen zu lassen. Dieses Prinzip haben viele Yogarichtungen, aber im Anusarayoga nutzen wir beispielsweise die Innenrotation (Innere Spirale) der Oberschenkel und das Schambein geht leicht nach innen (äußere Spirale). Diese Stabilität nutzen wir in den asana, schaffen so Länge und Mulhabandha stellt sich automatisch ein. Unsere Muskeln „hucks” – umarmen – unsere Knochen und aus Kraft dieser Vorstellung schöpfen wir noch mehr Potenzial für unsere Praxis. Wie vieles im Yoga muss man das einfach selbst erleben. Theoretisch lässt sich das nur schwer in die Praxis umsetzen. Und deshalb sind wir alle hier und genießen die Zeit.
„Jeder Teil unseres Körpers der sich bewegen lässt, möchte bewegt werden.” beschwört uns Barbra in ihren Stunden.

Nahe am Lehrer sitzen…
Wir bewegen jeden einzelnen Zeh, ziehen unsere Arme aus den Schultern heraus, um sie anschließend wieder fester zu verankern und zu strecken. Und ganz wichtig, wir bewegen auch unsere Lachmuskeln. „Muskuläre Energie” das ist die andere Zauberformel um Anusara Yoga. Jedes Körperteil zu bewegen, dass haben wir bereits gelernt in der Theorie. Nun aber heißt es: Action. Die Theorie umzusetzen in die Praxis. Unsere Muskeln bewusst einzusetzen, macht den ganzen Körper – jede einzelne Zelle – lebendig.
„Muskuläre Energie” hören wir mehrmals an diesem Wochenende und es geht in Fleisch und Blut über. Im Yoga würden man vielleicht eher sagen, es geht durch unsere Nadis und wird gespeichert im Solar Plexus
Und warum all die fordernde Yogapraxis, fragen wir Barbra?
„Yoga hilft mir, die beste Version von Barbra zu sein.” Es geht darum, unser eigens Potenzial zu erkennen und ausdehnen zu lassen. Yoga ist Veränderung. Sie bringt das Bild einer Raupe, die erst kämpfen muss, um den Kokon zu verlassen und dann als Schmetterling sich frei zu entfalten.
Wenn Barbra auf eine einsame Insel gehen müsste, verrät sie uns, würden sie die drei asana mitnehmen: Uttanasana (Vorbeuge im Stehen), ardho mukhasvanasana (Herabschauende Hundhaltung) und Bhujangasana (die Kobra). Und weil diese Haltungen für sie so wichtig sind, gibt es hier viel Detailarbeit in den Yogastunden.
Einen wesentlichen Teil unserer Übungszeit nimmt die Kundalini Praxis mit Athanasios ein. Morgens machen wir bestimmte Sets (Sequenzen aus dem Kundaliniyoga) zur Aktivierung und singen anschließend Mantras. Es entsteht eine sehr friedliche Atmosphäre und wir tauchen ein in eine ganze neue Yogapraxis. Nachmittags geht es dann mehr zur Sache. Bestimmte Übungen werden 3 Minuten und länger gehalten und der innere Schweinhunde „klopf” ständig an und sagt: Warum tust Du Dir das an. Leider klopf zu diesem Zeitpunkt immer noch der Schweinhund an und nicht meine Shakti in Form einer langsam aufgeweckten Schlange. Yoga braucht Zeit und Geduld. Kein Muss. Es sind viele kleine Feinheiten, was wir hier lernen. Zum Beispiel drehen wir uns beim Spinal Twist mit der Einatmung nach links und mit der Ausatmung nach rechts. Einatmen links wo das Herz schlägt, schaffen so Weite im Herzraum und wir öffnen uns.
Wir alle sind begeistert von diesem intensiven Yogawochenende und von der Vielfalt der Übungen auch im Kundalini Yoga. „Open to Grace” – ein weiteres Prinzip aus dem Anusara Yoga gelingt uns allen in diesen dreieinhalb Tagen. Zwischen den Yogaeinheiten bleibt uns Zeit, um in der Sonne lecker vegetarisch zu essen und uns auf die Snakeline zu trauen.

Snakeliner
„Sat Nam”
Dieses Mantra ist das am meisten gebrauchte Mantra in der Kundalini Yoga Praxis. „Sat” heißt übersetzt: Wahrheit (die Realität der eigenen Existenz). „Nam” steht für: Identität.
Ein persönliches Fazit dieser Tage: Es war genial. Nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei. Vielen Dank für die schöne Zeit, Barbra und Athanasios.
Interessante Links
Impressionen vom Workshop
(Bitte auf das jeweilige Bild klicken)
Autor: Silvio · 5 Kommentare
1.04.2009
Hinweise für’s Yoga, Yoga Etikette
Bist Du das erste mal zum Yoga bei YOGABASICS, dann bitte beachte folgende Hinweise. Für Fragen stehen Dir der/die Yogalehrer/in jeder Zeit gern zur Verfügung. weiterlesen »
Autor: Silvio · 1 Kommentar
29.03.2009
108 Sonnengrüße in Chemnitz am Freitag, den 10.4.2009
In vielen Weltreligionen ist die Zahl 108 eine Glückszahl? Wenn beispielsweise in Frau in Tibet heiratet, werden ihr 108 Glückszöpfchen geflochten, es gibt 108 Perlen einer Mala (Gebetskette), die die Buddhisten zum wiederholen ihrer Mantras benutzen. Warum ist gerade die Zahl 108 so wichtig? weiterlesen »
Autor: Silvio · 3 Kommentare
19.03.2009
DIAvortrag “Eine Radreise zum anderen Ende der Welt”
Mit einem Jubelsturm zum Empfang, ging am 09. Dezember 2000 die knapp 4 Jahre andauernde Radweltreise der beiden Sachsen Gil Bretschneider & Peer Schepanski, auf dem überfüllten Lichtensteiner Altmarkt, zu Ende. Diese Radexpedition führte sie 41.000 km über drei Kontinente dieser Erde. Jeder beladen mit bis zu 90 Kilogramm Gepäck, befuhren sie dutzende Passstraßen im Himalaja, darunter die höchsten der Welt. In endlosen Wüstengegenden mussten sie Temperaturen von über 50 °C trotzen. Beeindruckt waren Gil & Peer besonders von der Gastlichkeit und Freundlichkeit der einfachen weiterlesen »
Autor: Silvio · Kommentieren
17.03.2009
10.07. bis 17.07.2010 – “Yoga und die 5 Elemente”
Yoga und die 5 Elemente in der Toskana mit Nadine & Silvio
Seit je her ist der Mensch auf der Suche. Die fünf Elemente Lehre ist ein Ergebnis auf der Suche nach unserer wahren Natur. Das Verständnis der fünf Elemente kann für unsere Yogapraxis wahrlich „elementar“ sein. Wir bekommen so eine neue Ausrichtung für unsere Yogapraxis. Erstmals haben wir mit Nadine eine ausgebildete Jivamukti-Yogalehrerin dabei.

In dieser Woche integrieren wir die 5 Elemente-Lehre in unsere Yogapraxis. Jedes Elemet steht für ein bestimmtes Prinzip. Erde (Stabilität), Wasser (Bewegung), Feuer (Transformation), Luft (Erweiterung) und Raum (Entstehung). Durch diese Systematik können wir tiefer in das Yoga-System eintauchen und bekommen so viele neue Impulse für unser Leben.
Autor: Silvio · 4 Kommentare
16.03.2009
Yogabasics geht nach Bella Italia!

Bunt gemischt…. Unser Gruppenfoto am letzten Tag…
Bilder von unserer Traumreise im September 2006 ![]()
Eine Woche Yoga in der Toskana vom 23.9. bis 30.9.2006. Hier mein Reisebericht. Für das – das alles ziemlich spontan geplant war, ist es super gelaufen.
Rückblick.
Im Sommer 2006, das Wetter war regnerisch und kalt, dachte ich an die schöne Zeit mit Bryan Kest, dem Power Yogi aus den USA überhaupt hier in der Toskana. Damals – im April 2005 – organisiert Beate von der Vishnuscouch aus Köln diese faszinierende Yogawoche. 30 Yogis aus der ganzen Welt folgten der Einladung und erlebten eine Woche Power Yoga total. Und als wäre es gestern gewesen, liegen mir die Wort von Bryan im Ohr:” Another day – another downward dog” Yoga auf Ibiza 2006 ist auch sehr gut angekommen, warum dann nicht noch eine Wochhe im Herbst in die Toskana? Ein Anruf bei Martina – der Hausherrin vom Convento und die Sache war geritzt. In der letzten Septemberwoche waren noch 20 Plätze im Seminar- und Gästehaus frei. Parallel lief ein Atemkurs, weiterlesen »
Autor: Silvio · 1 Kommentar
15.03.2009
Alles Kuba oder was…?

Über Kuba hatte ich mir in meinem bisherigen Leben überhaupt keine Gedanken gemacht. Warum auch? Ein kleines kommunistisches Land Mitten in der Karibik. Jetzt nach zwei Wochen Urlaub sieht das alles ganz anders aus. Dank Lonley Planet und eigenen Erfahrungen weiß ich, das Kuba zwei Währungen hat, den normalen Pesos fürs Volk und den CUC – den Pesos als harte Devisen (Kurs ist fast 1:1). Ein Abendessen kostet zu zweit schon mal …. weiterlesen »
Autor: Silvio · 2 Kommentare
15.03.2009
Kamel Trekking Tour in der Wüste Sahara – Feb. 2008!
Eigentlich war geplant, für eine Woche zum Yoga nach NYC zu fliegen und in die amerikanische Yogawelt einzutauchen. Jivamukti Yoga, das OM Yogastudio und viele andere sind hier vor Ort; vielseitig wie das Leben so ist. Da aber Yoga Yoga ist, muss das nicht unbedingt sein und es gab dafür das volle Kontrastprogramm: Eine Woche Wüste, ohne Autos und ohne Menschenmassen, ohne Internet, Handy, Zeitung, Radio, ohne Häuser und ohne Straßen – ohne nix sozusagen.

Wüste Sahara
In nur zweieinhalb Stunden fliegt man von München nach Djerba in Tunesien. Hier erwartet uns Sassis, unser einheimischer Reiseführer. weiterlesen »
Autor: Silvio · Kommentieren
27.02.2009
Yoga Babys…! Yoga in der Schwangerschaft.
Deutschland braucht mehr Babys! Mehr Yoga Babys…! Menschen beginnen aus den unterschiedlichsten Gründen mit Yoga. Manche weil sie Ruhe finden möchten, andere weil sie Rückenprobleme haben und einige auch – weil sie schwanger sind und hier sollte Yoga gut sein. Steht zu mindest oft geschrieben oder wird gesagt. Dem ist auch so! Allerdings gibt es hier so manches zu beachten. Diese Hinweise sind in dem nachfolgenden Artikel beschrieben. Gerade für werdende Mütter, die schon Yoga vor Ihrer Schwangerschaft praktiziert haben, haben die Chance, ihr neu heranwachsendes Leben viel bewusster und intensiver wahrzunehmen und die eigenen körperlichen Veränderungen zu erleben.

Autor: Silvio · 4 Kommentare







































